ISO9001

FLA - Fluoreszenzangiographie

Die Fluoreszenzangiographie (FLA) ist ein Verfahren, um Erkrankungen des Augenhintergrundes zu diagnostizieren. Dabei wird das Gefäßsystem der Netzhaut mithilfe eines Farbstoffs dargestellt.

Das für diese Untersuchung in der Regel verwendete Fluoreszein ist ein wasserlöslicher, gelbgrün fluoreszierender Farbstoff. Wird er in eine Armvene gespritzt, verteilt er sich in allen Gefäßen, unter anderem in den Netzhautgefäßen.

Durch anschließende Beleuchtung des Auges mit kurzwelligem, blauem Licht leuchtet der Farbstoff.

Die Verteilung des Farbstoffes im Auge wird mithilfe einer Spezialkamera erfasst. Dadurch können wir beurteilen, wie gut die Netzthaut durchblutet ist oder ob Gefäßundichtigkeiten bzw. Gewebswasser-ansammlungen bestehen.

Dies ist bei folgenden Erkrankungen wichtig:

  • Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus)
  • Durchblutungsstörungen der Netzhaut (Thrombose, arterieller Verschluß)
  • altersabhängige Makula-Degeneration (AMD)
  • Tumoren
  • Netzhaut-/Gefäßveränderungen nach Verletzungen 
  • Entzündungen der Netzhaut und Gefäße

Durchführung einer FLA-Untersuchung

Zunächst wird die Netzhaut bei normaler Beleuchtung fotografiert. Anschließend erfolgt eine Aufnahme mit besonderen Farbfiltern, um den Kontrast der Blutgefäße zur umgebenden Netzhaut zu verbessern. Dann spritzt der Arzt den Farbstoff in die Vene, bevor in festgelegten Zeitabständen weitere Aufnahmen von der Netzhaut gemacht werden.

Bewertet werden un- ter anderem die Zeit zwischen dem Sprit- zen des Farbstoffes und dessen Sichtbar- werden in den Gefäs- sen der Netzhaut, sowie die Verteilung des Farbstoffes in den Gefäßen.

Die technisch aufwändige Untersuchung dauert ca. 15 Minuten und erfordert eine zuvor weitgetropfte Pupille. Das Führen eines KFZ ist für ca. 6 Stunden nach erfolgter Untersuchung nicht möglich.

Die Bilder zeigen den Verlauf der Netzhautgefäße und eventuelle Gefäßveränderungen sehr deutlich. Diese Veränderungen sind durch eine Untersuchung mit dem Augenspiegel oft nur schwer oder gar nicht erkennbar.

Die Nebenwirkungen sind bei dieser Untersuchung vergleichsweise gering, in der Regel tritt für ein bis zwei Tage eine leichte Gelbfärbung der Haut und des Urins auf und während der Untersuchung kann es außerdem zu Übelkeit und ganz selten zu allergischen Reaktionen kommen.

Eine Seite zurück