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Patienten mit Diabetes haben das Risiko, stark sehbehindert oder blind zu werden. Für sie ist die Augen-Vorsorge mindestens einmal jährlich ein Muss. Auch Rheuma kann zu Augenschäden führen. Besonders ge- fährdet sind zudem Menschen mit Durchblutungs- problemen, familiärer Vorbelastung, starker Kurz- sichtigkeit oder Blutdruckschwankungen.

 

Bei Kleinkindern sollte etwa um das zweite Lebens- jahr herum eine Vorsorge-Untersuchung der Augen erfolgen. Alle Auto-, LKW- oder Motorradfahrer sollten möglichst einmal im Jahr einen Sehtest machen und dabei ihre Sehschärfe, das Gesichtsfeld, das Dämmer- ungs- und Farbensehen sowie ihre Blendungsempfind- lichkeit prüfen lassen.

 

Empfohlene Vorsorge-Intervalle

 

Mit 6 - 12 Monaten Alle Risikokinder (Fehlsichtige Eltern, Frühgeburten, familiäre Augenerkrankungen)
Ab 2. Lebensjahr Schiel-/Amblopie-(Schwachsichtigkeit) Vorsorge
Bis 20. Lebensjahr Netzhaut-Vorsorge, bei Kurzsichtigkeit früher, alle 2 Jahre
Ab 40. Lebensjahr Glaukom-/Netzhautvorsorge alle 3 Jahre
Ab 50. Lebensjahr Glaukom-/Netzhautvorsorge alle 2 Jahre
Ab 60. Lebensjahr Glaukom-/Netzhautvorsorge jedes Jahr
Ab 70. Lebensjahr Netzhautvorsorge alle 6 Monate

 

Für die Diagnose von Krankheiten reicht ein Sehtest beim Optiker übrigens nicht aus, denn dort wird nur die Sehschärfe untersucht; Augenkrankheiten können nur Ärzte diagnostizieren. Die Vorsorge beim Augenarzt wird nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Sie zählt zu den sogenannten individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL). Ein ungetrübtes Augenlicht ist jedoch allemal das Geld wert. Ein Sehnnerv-Check und die Augendruckmessung kosten 20 Euro.