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Die Operation des grauen Stares führen wir ambulant in unseren hochmodernen und zertifizierten Operationsräumen durch. Der Zugang für unsere Patienten erfolgt über Aufgang Nr. 14 oder an beiden Galerieseiten mittels der Aufzüge für besonders gehbehinderte Personen.

 

Durch eine sehr leichte Klammer werden das obere und untere Lid während der gesamten Operation auseinander gehalten. Damit das Auge nicht trocken wird, tropft man in regelmäßigen Abständen Benetzungsflüssigkeit auf das Auge. Der Eingriff dauert in der Regel fünfzehn Minuten. Die Operation wird unter einem speziellen Operationsmikroskop ausgeführt. Die Öffnung des Augapfels erfolgt durch einen kleinen Schnitt mit einer Diamantklinge. Die hauchdünne Hülle, welche die Linse umgibt, wird eröffnet, um die getrübte Linse zu entfernen. Man verwendet ein Spezialgerät dazu, dass die Linse durch feinste Ultraschallschwingungen zerstäubt und zugleich absaugt. Das Verfahren nennt sich Phakoemulsifikation.

 

In die zurückbleibende leere Linsenhülle, den sogenannten Kapselsack, wird die Kunstlinse per Injektor eingepflanzt. Durch das Zerstäubungsver- fahren muss der Augapfel während der Operation nur wenig geöffnet werden. Diese kleine Öffnung (2,5mm) wird durch eine ausgeklügelte Operationstechnik so angelegt, dass sie sich von selbst wasserfest verschließt. Nur in seltenen Fällen, wird sie durch feinste Nähte gesichert.

 

Am Ende des Eingriffs wird ein fester Augenverband angelegt, der bis zur Kontrolle am nächsten Tag vor dem Auge verbleibt. Die Kunstlinse, die in das Auge eingesetzt wird, kann aus verschiedenen Materialien, z. B. Silikon oder Acryl bestehen. Materialien, die der Körper gut toleriert. Die Linse verbleibt zeitlebens im Auge und muss nicht gewechselt werden. Die Kunstlinse kann man nicht spüren. Unverträglichkeit oder Allergien gegen die verwendeten Materialien sind extrem selten.

 

Der stufenförmig angelegte Hornhautschnitt verschließt sich dabei von selbst und benötigt keine Naht. Daher entfällt die früher obligate Wundnaht, die unweigerlich zu einer Zunahme der Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) führte. Viele Patienten sind heute in der Lage schon wenige Tage nach dem Eingriff ohne Brille in der Ferne scharf zu sehen, oder mit einer einfachen handelsüblichen Lesebrille wieder Zeitung zu lesen.

 

Mit einer immer zuverlässigeren Berechnung der intraokularen Linse, mittels der sogenannten „optischen Biometrie” sowie die Verfügbarkeit verschiedener torischer und multifokaler Linsen, ist es uns auch möglich auch neben der Katarakt auch höhere Fehlsichtigkeiten, wie etwa die Weit- oder Kurzsichtigkeit und Hornhautverkrümmung, gleichzeitig zu behandeln.